Wolfgang Kirchner

schreibt Drehbücher und Erzählungen.

Sein Buch Notzeit erschien 2015 bei epubli.

Er ist Dozent an der Filmschule Hamburg Berlin.

 

wolfkirchner@me.com

Das Drehbuch-Seminar - Comedy!

Politclowns überall, wohin wir auch schauen, ob nach Ost oder West. Manchmal vergeht uns das Lachen. Dabei kann Lachen eine Waffe ein, mit der wir lernen müssen, uns gegen die verordnete Dummheit, das vernebelnde gesellschaftliche Geschwätz zu wehren. Jerry Lewis, Billy Wilder, Woody Allen haben uns gelehrt, dass Lachen nicht nur enttarnen, sondern auch versöhnen kann. Selbst Horror kann durch Humor gewinnen, und in grimmigen Krimis machen gelegentliche Scherze die Grausamkeiten unserer lieben Mitmenschen erträglich. Ein Seminar, in dem Humor zu seinem Recht kommen soll.

 

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Ort: Berlin

Zeiten: Freitag 14 - ca. 18 Uhr / Samstag 10 - ca. 17 Uhr / Sonntag 10 - ca. 17 Uhr

 

Zur Anmeldung

Die grosse Flucht

Flüchtlingskrise – in Deutschland ein Dauerzustand. In meinem Roman “Notzeit” erzähle ich von einer Familie – Mutter und sechs Kinder –, die 1945 aus der brennenden Stadt Danzig in die Wälder flieht, die halb verhungert bei polnischen Verwandten in der Kaschubei Zuflucht sucht, die schließlich, in einen Güterzug gepfercht, nach Berlin entkommt.

 

Mein Drehbuch zum Fernsehfilm “Die Mauerbrockenbande” handelt von einer anderen Fluchtbewegung: Im Sommer und Herbst 1989 versuchten Tausende unter größten Gefahren und Mühen die DDR zu verlassen. Eine schwerbewachte Mauer zwang sie, über die Ostsee schwimmend in die Freiheit zu gelangen oder durch den Plattensee zu waten, um ihr Traumziel Westdeutschland zu erreichen. Im Film “Die Mauerbrockenbande” erzähle ich von einer Ostberliner Familie, die einen Sommerurlaub in Ungarn dazu benutzt, um dem “Paradies der Werktätigen” zu entfliehen. Nicht lange nach ihrer Ankunft in West-Berlin erleben sie die Öffnung der Mauer - den ersten Schritt zur Wiedervereinigung. Die Kinder verdienen sich ein paar Groschen, indem sie aus der nun überflüssig gewordenen Mauer Brocken herausschlagen und diese an Touristen verkaufen. Dann geschieht zu ihrer Überraschung eine Wiedervereinigung ganz privater Art: Plötzlich stehen die Freunde ihrer Kinder vor der Baracke. Aus Ost-Berlin sind sie mit der S-Bahn ungehindert herübergekommen…

 

In der sechsteiligen ZDF-Fernsehspielreihe “Oronya oder Die Würde des Menschen” habe ich das Thema “Die große Flucht” noch einmal aufgreifen dürfen. Ich beschrieb die Ursachen einer beginnenden bedrohlichen Migrationsbewegung innerhalb von West-Afrika. Aus der der Savanne, die den Menschen und ihren Herden in Dürrezeiten kaum noch Lebenschancen bietet, strömen sie in immer größerer Zahl in fruchtbare, dicht besiedelte Landstriche innerhalb des heutigen Furkina Faso. Die ersten Ankömmlinge werden willkommen geheißen – doch dann beginnt, was wir heute Familienzusammenführung nennen. “Sie kommen wie die Fliegen” lautet der Titel des ersten meiner sechs Filme…

Life-Coaching für DrehbuchAutoren

Anmeldungen über: wolfkirchner@me.com

Buchveröffentlichung! Wie man überraschend gute Drehbücher schreibt (ISBN 978-3-7418-7312-6), Szenen der Angst (ISBN 978-3-7375-7540-9), Notzeit (ISBN 978-3-7375-6594-3)

Schlechter Dialog gehört nicht ins Feuer! Schlechter Dialog ist der Weg zum Erfolg!

Sehnt ihr euch nicht danach, einmal so schlecht zu schreiben wie all jene, von deren Produkten das Fernsehprogramm überquillt? 
Wolltet ihr nicht immer schon von Kommissaren erzählen, deren Gesprächsverhalten, egal ob in Stuttgart, Ludwigshafen oder Leipzig, austauschbar, lust- und empathielos ist? 
Wie kriegen die Vielschreiber immer wieder Szenen hin ohne Enthüllungen und Cliffhanger? Wie schreibt man Comedies, die garantiert humorfrei sind, in denen Schlagfertigkeit ein Fremdwort ist? 
 


Offenbar ist schlechter Dialog der Weg zum Fernseherfolg. Also lernen wir, schlechten Dialog zu schreiben:
 Lassen wir die Figuren über nichts anderes als Inhalte reden!
 Lassen wir sie ständig von ihren Gefühlen labern! Lassen wir sie das sagen, was der Zuschauer längst weiß, was er sich denken kann! Vor allem aber:
 Erzählen wir von Menschen, die keine Schwächen haben, keine Fehler machen! Die uns nie überraschen!

Spaß beiseite...
Wir können viel über guten Dialog lernen, indem wir schlechten Dialog schreiben - so schlecht, dass er wie aus deutschen Fernsehfilmen abgeschrieben klingt - so schlecht, dass sich beim Zuhören alles in uns sträubt.
 Diesen grottenschlechten Dialog werden wir in unserem Seminar zum Blühen, zum Funkeln bringen.

Wir werden erleben, wieviel Spaß es bringt, aus schlecht gut zu machen.
 Schlechter Dialog ist übrigens eine wirksame Methode des Creative Writing: Bewusst miese schreibend, befreien wir uns von Zwängen und Regeln. Wir lernen zu schreiben, wie uns der Schnabel gewachsen ist.

Ich freue mich auf euren schlechten Dialog...!

Interview mit Wolfgang Kirchner

 

Was unterscheidet deine Seminare November 2016 - April 2017 von den früheren?

 

Das Erarbeiten von Drehbüchern steht im Vordergrund. In den ersten drei Seminaren konzipiert jeder Teilnehmer – in Zusammenarbeit mit anderen – eine Comedy, in den folgenden drei Seminaren hat jeder die Chance, unterstützt von der Gruppe, einen Thriller zu schreiben. (Diejenigen, die nur an dem einen oder anderen meiner sechs Seminare teilnehmen können, gehen mit einer Fülle von praktischem und leicht anzuwendendem Wissen nach Hause.)

 

Wir Autoren schmücken uns gern mit Selbstzweifeln und Selbstkritik und bringen lieber gar nichts zu Papier, als dass wir auf Perfektion schon bei der ersten Fassung verzichten. Wie motivierst du Teilnehmer, für die das Zögern und Auf-die-lange-Bank-Schieben zu ihrer zweiten Natur geworden ist?

 

“Schneller besser schreiben” ist eine Methode, die sich bei Autoren immer größerer Beliebtheit erfreut und zu erstaunlichen Ergebnissen führt: “A Screenplay in 10 Days” von Jonathan A. Browne ist eine erfolgreiche Anleitung, wie Autoren innerhalb von etwas mehr als einer Woche einen First Draft in 9 Sequenzen aus dem Boden stampfen können. Chris Soth lehrt in seinem Schreibprogramm “Million Dollar Screenwriting”, wie sich jeder Stoff im Handumdrehen und in acht Sequenzen verwirklichen lässt. Mit Hilfe der von Blake Snyders ebenso präzise wie intuitiv entwickelten 15 Beats seines Programms “Save the Cat” hat eine Gruppe an der Filmschule Hamburg Berlin im Sommer 2016 den Entwurf zu einem Drehbuch in drei Tagen zu Papier gebracht.

 

Die Feinarbeit erfolgt dann zwischen den einzelnen Seminaren?

 

Und indem die Teilnehmer sich vernetzen, sich in der Zwischenzeit gegenseitig über ihre Arbeitsfortschritte informieren und einander mit Rat und gelegentlich einer Szene oder dem Entwickeln eines Charakters unterstützen. Die dabei gelernte Kooperation ist ein Skill, der allen in der Zusammenarbeit mit der Redaktion und dem Regisseur große Dienste leisten wird.

 

Wie kann man sich auf deine Seminare vorbereiten?

 

Indem man brisantes aktuelles Material sammelt – Zeitungsartikel, die von aufregenden, niederschmetternden, rätselhaften, humorvollen Ereignissen handeln. Diese Geschichten durchliefen bereits zwei Tests: 1) sie haben sich in der Realität ereignet, 2) sie wurden von Journalisten aufbereitet.

Thriller - Jeder von uns gerät in Gefahr

 

Im Unterschied zum inzwischen altehrwürdigen Tatortkommissar, der sich auf die Aufdeckung eines Mordes und auf die Jagd nach einem Täter beschränkt, dessen rationale oder emotionale Mordmotive entschlüsselbar sind, wird der Ermittelnde der Zukunft - wie im klassischen Thriller – selber in Gefahr geraten durch Täter, deren mörderisches Tun weder voraussehbar noch abwendbar ist.

 

Krimis, die blind sind für die Gefahr, die dem Zuschauer als nächstem Opfer droht, werden bald der Vergangenheit angehören.

 

Das neue Drehbuchseminar von Wolfgang Kirchner in Berlin! 

Senden Sie Ihre Terminvorschläge an:

 

wolfkirchner@mac.com

Termine

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Drehbuch-Seminar

Wie erzählt man heute Geschichten für morgen

Ort: Hamburg

Dozent: Wolfgang Kirchner

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Drehbuch-Seminar

Die emotionale Reise der Heldin

Ort: Hamburg

Dozent: Wolfgang Kirchner

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Drehbuch-Seminar

Liebesgeschichten zum Weinen und zum Lachen

Ort: Berlin

Dozent: Wolfgang Kirchner

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Drehbuch-Seminar

Der Mensch ist ein Abgrund...

Ort: Berlin

Dozent: Wolfgang Kirchner

Interview                                                                      

 

Ehe du dich als Autor von Hörspielen und Fernsehspielen selbstständig gemacht hast, warst du mehrere Jahre lang als Dramaturg und Regisseur am Theater. Was waren dort deine schönsten Erlebnisse?

 

Ich kam von den Städtischen Bühnen Oberhausen ans Düsseldorfer Schauspielhaus – aus der tiefsten Provinz ans damals wichtigste deutsche Theater. In Düsseldorf erlebte ich hautnah mit, wie Georgio Strehler “Die Riesen vom Berge” von Luigi Pirandello inszenierte. Die Zauberkraft dieses Regie-Giganten hat alle, die in irgendeiner Form an der Aufführung beteiligt waren, elektrisiert. Strehlers Inszenierung hat sich uns allen ins Gedächtnis eingebrannt.

 

Hattest du ein ähnlich großartiges Theatererlebnis an anderen deutschen Bühnen, an denen du als Dramaturg tätig warst?

 

Am Residenztheater München inszenierte Roland Piétri das Theaterstück “Becket oder Die Ehre Gottes” von Jean Anouilh. Ich war Dramaturg und befreundet mit Eckart Stein, damals Piétris Dolmetscher, später Leiter des Kleinen Fernsehspiels des ZDF, und nahm an den Proben teil. Durch Piétri und den Bühnenbildner Jean Denis Malclès erfuhr ich viel von der Arbeitsweise des damals weltweit erfolgreichsten Theaterdichters, Jean Anouilh, der in Paris seine Stücke mit-inszenierend bis zur Generalprobe zu begleiten pflegte. Der Geist des großen französischen Theaters wehte ein paar Monate lang im Residenztheater München. Es liegt lange zurück, dennoch stehen mir mitreißende Szenen aus dieser Aufführung immer noch vor Augen. Pures Theater.

 

Du hast erlebt, wie deine eigenen Texte auf die Bühne gebracht wurden. Hat es da Highlights gegeben?

 

Ein absolutes Highlight war die Premiere meiner Übersetzung von Pierre Chesnots Komödie “So ein Schlawiner” in München an der Komödie im Bayerischen Hof. Die Zuschauer waren von Anfang an in einer selten erlebten Hochstimmung, so als hätte die Theaterdirektion allen vor Beginn und während der Pause Sekt spendiert... Spiers Inszenierung und sein eigenes elegantes und geistvolles Spiel waren der Anfang eines Jahre andauernden Erfolgs dieses Stückes auf vielen deutschen Bühnen.

 

Kein Autor, der seine Hörspiele oder Drehbücher anderen zur Realisierung überantworten muss, ist hinterher zu 100% mit dem Ergebnis zufrieden. Ging es dir auch so?

 

Ein einziges Mal hatte ich nichts auszusetzen: als Radio France Culture mein Hörspiel “Russenzeit” (später wurde daraus das Buch “Notzeit – Vom Überleben in schlechten Zeiten”) unter dem Titel “Le Temps des Russes” glänzend besetzte und mit hinreißendem Schwung inszenierte. Ein seltener Augenblick vollkommenen Autoren-Glücks…

Wie man überraschend gute Drehbücher schreibt

Wie entsteht ein Drehbuch? Wie kommt man auf originelle Ideen? Wie schöpft ein Drehbuchautor aus eigenem Erleben? Sollte man einfach drauflosschreiben oder sich erst Gedanken machen, welches Thema man den Zuschauern vermitteln will? Kann man ein Drehbuch planen und wenn ja, wie sieht ein solcher Plan aus? Sollte man die Zuschauer mit Konflikten möglichst verschonen oder sind Konflikte für eine dramatische Story lebenswichtig? Wie schreibt man eine wirksame, spannende Szene und was macht eine Filmszene unvergesslich? Wie nutzt man die Angst von Filmfiguren, um ihnen ein unverwechselbares Profil zu geben? Wie erzeuge ich Gefühle im Zuschauer - auch mit Figuren, die nicht nur sympathisch sind? Was unterscheidet guten Dialog von Geschwätz? Wolfgang Kirchner ist bei den amerikanischen Scriptgurus Robert McKee, Linda Seger, John Truby, Laurie Hutzler und Blake Snyder in die Schule gegangen, hat sich ihre Lehren angeeignet und sie in seinen eigenen Drehbüchern (von denen zwei in diesem Band abgedruckt werden) umzusetzen versucht.

Szenen der Angst (Hrsg.)

Beatrix Erhard, Wolfgang Malischewski, Severin Richter-Devroe, Dschingis Kühn und Wolfgang Kirchner zeigen in ihren hier zum ersten Mal veröffentlichten Erzählungen die Facetten der Angst von alltäglichem Horror über Wahn, Albtraum und Science Fiction bis zur Farce und schwarzem Humor. Wolfgang Kirchner, Herausgeber der Kurzgeschichtensammlung „Szenen der Angst“, schrieb die Drehbücher zu den Bernhard-Wicki-Filmen „Das Spinnennetz“ und „Sansibar oder Der letzte Grund“, erhielt Preise für die Filme „Die Mauerbrockenbande“ und „Im Sommer sterb’ ich nicht so leicht“, lehrt an der Filmschule Hamburg Berlin Grundtechniken des Drehbuchschreibens.

 

Kirchner veröffentlichte bei epubli den Roman „Notzeit“, und demnächst erscheint hier sein Buch „Wie man überraschend gute Drehbücher schreibt“.

 

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Feedback

 

»Konstruktiv, aufbauend, ermutigend.«

 

»Toller Dozent, tolle Assistenz, gute Struktur!«

 

»Kreativ, temporeich, kurzweilig!«

 

»Herr Kirchner ist ein Profi, der die Praxis kennt.«

 

»Viele praktische Hilfen und Ansätze, praktische Übungen und strukturiertes Denken.«

 

»Ich bin mit der eigenen Geschichte wirklich weiter gekommen.«

 

»Ein gut strukturiertes, informatives Seminar, indem wichtige und spannende Tools erlernt wurden.«

 

»Eine Fülle von Input und Handwerkszeug, neue Motivation zu schreiben und die Erfahrung, dass Kreativität beflügelt und Ressourcen freilegt.«

 

»Sehr positiv: Der Dozent ist sehr interessiert an den Teilnehmern, sehr motivierend!«

 

»Ich habe bereits an zwei Teilen des sechsteiligen Workshops teilgenommen. Und bisher war der Workshop fordernd und hat sehr viel Spaß gemacht.«

 

»Sehr umfassende und kompetente Führung mit zahlreichem Arbeitsmaterial.«

 

»Ein toller, erfahrener, motivierender Seminarleiter, der es geschafft hat der Gruppe jegliche Scheu vorm Präsentieren eigener Ideen zu nehmen und so einen wertvollen Austausch zu ermöglichen.«

 

»Ein wundervolles Wochenende - didaktisch sehr gut aufgebaut.«

 

"Ich nehme Energie für Neues mit."

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